Warum wir Spielteppiche neu denken und wie aus einer Idee ein Spielsystem wurde
Herzlich willkommen bei Tessalia! Dies ist unser erster Beitrag, und damit beginnt etwas, an dem ich schon lange arbeite. Bevor es in den nächsten Wochen um Kacheln, Sets und Spielideen geht, möchte ich erzählen, was hinter Tessalia steckt und warum es dieses Projekt gibt.
Am Anfang stand eine einfache Beobachtung
Kinder bauen sich ihre Welt am liebsten selbst. Ein Spielzeugauto braucht eine Straße, eine Feuerwehr braucht einen Einsatzort, und Figuren brauchen ein Dorf, in dem sie leben. Ein Spielteppich ist dafür der perfekte Ort. Für mich war das früher einer der Standard-Spielteppiche, wie sie in den 90er Jahren in vielen Kinderzimmern lagen.
Wer sich auf dem Markt umschaut, findet heute vor allem zwei Varianten. Die erste ist der klassische Spielteppich: schön bedruckt, aber aus einem Stück. Genau so groß, wie das Rechteck ins Zimmer passt. Den Teppich zur Oma mitnehmen oder nach dem Spielen wegräumen geht kaum. Und ist er verschmutzt, wird das Reinigen umso schwerer. Die zweite Variante sind Puzzlematten aus Schaumstoff. Sie sind zwar modular, fühlen sich aber nicht wie ein echter Teppich an und lassen sich nicht kreativ kombinieren.
Was es dagegen schon lange gibt: Spieleklassiker wie Carcassonne oder Siedler von Catan. Das Spielprinzip dort ist die Verbindung einzelner Kacheln zu einer großen, immer neuen Spielwelt. Warum also nicht dieses Spielprinzip mit dem Teppich kombinieren und daraus individuelle Spielwelten bauen?
Die Idee: Spielwelten zum Auslegen
Tessalia ist ein Spielsystem aus sechseckigen Teppichkacheln. Jede Kachel zeigt einen Ort, etwa ein Wohnhaus, eine Schule, einen Badesee oder einen Kreisel. Das Besondere sind die Kanten: Straßen, Wiesen und Wege laufen über die Kachelgrenzen weiter. Wie die Kacheln auch liegen, es entsteht immer eine zusammenhängende Landschaft.
Das Sechseck haben wir bewusst gewählt. Es lässt sich in alle Richtungen anlegen, wirkt natürlicher als ein starres Raster und ergibt bei jedem Aufbau ein neues Bild. Bespielt wird Tessalia mit dem, was ohnehin im Kinderzimmer liegt: Autos, Figuren, Bausteine und Tiere. Tessalia ersetzt kein Spielzeug, sondern gibt ihm einen Ort – eine Spielwelt.
Ein echter Teppich, gemacht für Kinderhände
Uns war von Anfang an wichtig, dass sich Tessalia wie ein richtiger Teppich anfühlt. Die Kacheln bestehen aus weichem Velours. Auf der Unterseite sorgt ein Noppenrücken dafür, dass nichts verrutscht, und die Kanten sind so verarbeitet, dass nichts ausfranst. Ist eine Kachel schmutzig, kommt nur diese eine in die Waschmaschine und nicht gleich der ganze Teppich. Nach dem Spielen sind die Kacheln schnell gestapelt und verstaut, und die Welt passt in eine Tasche, wenn es zu Oma und Opa geht.
Eine Welt, die mitwächst
Tessalia ist als System gedacht. Den Anfang macht das Starterset „Dorf“: neun Kacheln mit Wohnhäusern, Schule, Feuerwehr, Polizei, Arzt, Badesee, Fußballplatz, Kreisel und T-Kreuzung. Jede Kachel ist an eine Straße angebunden, sodass jeder Ort im Dorf zum Ziel wird.
Erweiterungen für die Spielwelt sind schon in Planung. Aus dem Dorf wird so mit der Zeit eine ganze Region, die mit den Interessen eures Kindes wächst.
Wo wir gerade stehen
Hinter Tessalia stecken viele Abende mit Skizzen, Entwürfen und Tests. Es gab erste Druckdaten, einen Demoteppich zum Ausprobieren und unzählige Logoentwürfe, bis der Name Tessalia sein Gesicht bekommen hat. Als Nächstes geht es um das, was aus einer Idee ein Produkt macht: Materialtests, Muster und Gespräche mit Herstellern, die mit uns die ersten Kacheln in Serie bringen.
Kommt mit auf die Reise
Mit diesem Blog wollen wir euch auf dem Weg mitnehmen. Hier erfahrt ihr, wie neue Kacheln entstehen, wie wir Materialien auswählen, welche Sets als Nächstes kommen und welche Spielideen andere Familien mit Tessalia entdecken.
Ihr wollt dabei sein, wenn das erste Starterset erscheint? Meldet euch für unseren Newsletter an, und wir geben euch Bescheid, sobald es losgeht. Wir freuen uns auf euch und auf viele neue Welten.